Nähen und Handarbeiten


Meine Mutter hat gern genäht und vor allem gestrickt, und von ihr habe ich die Nähmaschine geerbt. Ihre Mutter schenkte jeder Tochter die neueste Nähmachine und Schreibmaschine zur Hochzeit, weil sie wollte, daß auch ihre Töchter gutes Werkzeug hatten. Meine Pfaff 93 ist aus grauem Gußeisen und näht sehr gleichmäßig. Alle 15 Jahre bringe ich sie zum Ölen, ansonsten mußte nur mal der Lichtschalter ersetzt werden, mehr nicht. Insofern stehe ich den modernen Maschinen mit viel Elektronik sehr skeptisch gegenüber. Trotz ihres Alters (sie wird bald 50) kann meine Pfaff verschiedene Stiche nähen, für welche man verschiedene Scheiben oben einsetzen muß. Auch die Füßchen sind auswechselbar, doch obwohl ich z.B. einen Reißverschluß-Fuß habe, nähe ich eigentlich alles mit dem normalen Fuß. Im Gegensatz zur Bernina kann man beim Einstechen der Nadel auch bei hohem Fuß sehen, wo sie landet, ohne darunter zu kriechen. Knopflöcher habe ich mir mit der hervorragend bebilderten Anleitung bei meinen ersten Nähversuchen selbst beigebracht: Man kann sie auch ganz ohne Knopfloch-Programm nähen, indem man Zickzack und Geradeaus in verschiedenen Stichlängen abwechselt. Besonders schön werden sie, wenn man einen dicken Faden einlegt (dafür gibt es einen extra Fuß, der die Aussparung dafür hat), z.B. einen Zwirn oder einen einstrickbaren Gummifaden. Ich nähe fast alles mit den uralten Garnen meiner Oma und Mutter. Ob ein Faden reißt oder nicht, kann natürlich eine Altersfrage sein, aber entscheidender ist meiner Erfahrung nach das Material: Baumwolle reißt (auch neue), Polyester nicht.
Wer sich eine Nähmaschine kaufen möchte, dem empfehle ich deshalb eine graue Pfaff über den Gebrauchtmarkt. Wer das nicht möchte, sollte auf jeden Fall für einen Freiarm sorgen, und darauf achten, daß das Fußpedal nicht nur in einer Geschwindigkeit näht. Wenn man ganz langsam drückt, sollte die Maschine Stich für Stich nähen und nicht einfach losbrausen. Ich persönlich bin nicht so begeistert, wenn Mann sich einen Sportwagen kauft, und Frau statt des Kleinwagens dann eine Nähmaschine - das muß auch billiger gehen. Wieviel wollt Ihr denn verkaufen, bis sich die super-Maschine bezahlt gemacht hat? Momentan ist Selbstnähen Mode, aber entsprechend groß ist die Konkurrenz, und kein Mensch braucht 100 Taschen/Utensilos/Telefonhüllen, und seien sie noch so schön. Außerdem ist Filzen auch eine schöne Alternative - es gibt sooo viele tolle Techniken.

JonglierballDiese Vorlage für einen Jonglierball habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich immer nur Jonglierwürfel genäht habe. Hier ist sie trotzdem, weil runde Bälle ja schöner sind als eckige.
PS: An einer Stelle soll man sich nicht an die Vorlage halten, wurde mir mitgeteilt. Ausprobieren! (Anhand der Karos kann man die Originalgröße abschätzen.)
2 Sommerhosen Hier habe ich bei der Brigitte einen Schnitt für eine einfache Sommerhose gefunden. Da ich kaum fließende Stoffe hatte, improvisierte ich: Den gestreiten Stoff nahm ich einmal längs und einmal quer (1. Hose); den anderen ergänzte ich durch einen normalen Baumwollstoff: Der Bund der 2. Hose ist deshalb etwas fester, wie man sieht. In den Tunnelzug am Bund zog ich einen Schnürsenkel bzw. ein Gummi, beide mit einem Stopper. Man kann natürlich auch wie vorgesehen richtige Kordeln nehmen und diese schnüren. Bei der gestreiften Hose war mein Stoff 5cm schmäler als der Schnitt es verlangte. Ich schnitt also erst die rechte Kante, schob den Schnitt zur Seite, und schnitt dann die linke Kante, so daß in der Mitte 5cm fehlen. Der Blumenstoff war breiter, so daß ich den Schnitt normal ausschneiden konnte. Der Schnitt für den Bund ist evtl. 2cm zu schmal - zumindest ich mußte bei der Blumenhose stückeln, die ich nicht schmäler zugeschnitten hatte. Zeitbedarf: 1. Tag: Stoff raussuchen, vorwaschen, trocknen, bügeln. 2. Tag: 30 min. Zuschneiden, 1,5 Std. Nähen. (Ich hab beim Nähen nix gebügelt, nix geheftet, nix gemessen oder vorgezeichnet, sondern nur Tunnelzug und Säume nach Gefühl gesteckt - ist ja ein Schlamperschnitt, wo es nicht auf den Millimeter ankommt.)
GeigenkastenverkleinerungGeigenkasteverkleinerung
Der Kasten war zu groß und ein Neuer lohnte nicht. Aber mit diesen genähten Kissen geht's auch.
TurnmattenhülleTurnmatten-Beutel
Meine Turnmatte brauchte eine Hülle. Sie hat einen runden Boden, aus dessen Radius man mit den Kreisformeln (Umfang = Durchmesser * pi) die benötigte Stoffgröße für den Mantel berechnen kann (+ 2cm Nahtzugabe). Am anderen Ende ist ein Tunnelzug mit Stopper - meine Bequemlösung. Ich habe Stopper von allen möglichen alten Kinderjacken gesammelt, aber man kann sie auch im Stoffgeschäft kaufen. Die Hülle ist zu simpel, als daß ich dafür eine Anleitung andeuten müßte.
Geldbeutel ohne ScheinfachDa mein alter Geldbeutel zerschlissen und ein neuer ohne Scheinefach nicht aufzutreiben war, mußte ich mir selber einen nähen. Man braucht dazu nur 10 cm Wachstuch in 140er Breite.
Damit die Teile nicht verrutschen, habe ich sie vor dem Nähen mit Büroklammern und Tesafilm befestigt. Heften mit Stecknadeln gibt Löcher und sollte vermieden werden. Meinen alten Geldbeutel hatte ich nur selten zugemacht, und der Druckknopf ist trotzdem sehr früh rausgebrochen. Deshalb werde ich hier noch einen Klettverschluß einnähen. Wenn man einen Klettstreifen senkrecht, den anderen waagerecht annäht, kann man das Portemonnaie in verschiedenen Füllungsdicken schließen. Außerdem muß man beim Zuklappen nicht so genau die richtige Verschlußhöhe treffen. Bei muß ja alles immer sehr alltagstauglich sein. Hier kommt man mit einem Griff in alle Fächer, ohne durch Reißverschlüsse oder Druckknöpfe ausgebremst zu werden.
WimpelketteMitten in der Weihnachtszeit hielt ich es nicht mehr aus und mußte endlich die im Sommer gekauften Stoffe verarbeiten... Herausgekommen ist diese völlig nutzlose und nicht jahreszeitengerechte Wimpelkette. Alle Wimpel bestehen aus zwei verschiedenen Stoffen und sind von links genäht, dann verstürzt. Einige Dreiecke sind längs gestückelt, da ich halbierte Trapeze zuschnitt, um möglichst wenig Verschnitt zu haben. Oben werden sie von einem gemusterten Schrägband (Saumband) zusammengehalten. Selbiges kauft man fertig gefaltet, so daß man die Dreiecke nur noch reinstecken muß. Das geht recht zügig. Für die Wimpelkette habe ich 2 Nachmittage gebraucht, weil sie sehr lang ist. Wenn ich die Dreiecke nur unversäubert ausgeschnitten hätte, wäre ich nach 1 Std. fertiggewesen, aber so ist sie auch waschmaschinentauglich und kann nicht ausfransen.
KapuzeDie Tschibo-Jacke hatte keine Kapuze, aber dem kann man ja abhelfen. Den Schnitt habe ich von einer anderen Fleece-Jacke abgezeichnet und rundrum etwas vergrößert. Sie ist dadurch etwas breiter als der Jackenausschnitt - ich habe trotzdem auf weitere Abnäher in der hinteren Mitte verzichtet. Ich hätte sie mit Knöpfen oder von Hand annähen können, aber auch das habe ich mir gespart. Ich habe sie einfach runherum mit einem fertigen Schrägband gesäumt, innen aufgelegt und festgenäht. Man sieht es nur, wenn man es sucht, und ich werde lieber überhaupt fertig, als daß ich mich in Perfektionismus verbeiße.
WollrockIch liebe die Rabattkiste mit Stoffresten, denn sie erleichtert mir die Auswahl. Für den Wollrock habe ich zwei Reste aneinandergenäht, doppeltgelegt, einen Rock draufgelegt und rundherumgeschnitten. Nach dem Nähen der Seitennähte habe ich das Bündchen (aus einem 10cm breiten Streifen Jerseystoff längs doppeltgelegt) auf den oberen Saum rechts auf rechts gelegt und alles zusammengenäht. Den unteren Saum habe ich zweimal umgeschlagen und festgesteppt. Man muß bei der Verarbeitung wissen, daß solche dicken Stoffe viel Platz fressen und man mit Überraschungen in der Breite rechnen muß. Dehnbare Bündchen müssen beim Nähen gedehnt werden, wobei man am Bündchen zieht, währenddessen der Wollstoff möglichst ungedehnt mitlaufen soll. Wer es nicht vergißt, kann noch zwei Aufhängeschlaufen mit einnähen. Der Winterrock ist aus echter Schafwolle (man riecht das Lanolin) und wärmt ganz wunderbar.
StulpenAuch diese Stulpen stamme aus der Restekiste. Der blauen Stoff ist dünn und dehnbar, der Grüne ist aus normaler Baumwolle - sie vertragen sich in diesen Mengenverhältnissen ganz gut. Wenn man die Hände waschen will, schiebt man die Stulpen über die Handgelenke nach oben, wenn es draußen kalt ist, oder zum Geigen in der kalten Kirche schiebt man sie bis über die Knöchel. Unkompliziert, wandelbar, schnell gemacht. Und bunt.
gehäkelte EuleDie Eule war ein Bastelset (Anleitung, Wolle) aus dem Supermarkt. Ich habe zum ersten Mal seit der Schule wieder gehäkelt. Zum Glück gibt es im Netz genügend Anleitungen, wenn man keine Ahnung hat, wie Stäbchen oder sonstwelche Maschen gehen.
gehäkelter TopflappenDieser Topflappen besteht aus normalen festen Maschen, bei denen man aber nicht durch beide Schlingen sticht, sondern immer nur durch die hintere. Man beginnt mit einem Ring, und dann muß man Maschen zählen: Nach 3 Maschen dreht man die Häkelarbeit um, und macht wieder 3 Maschen, die zur bisherigen Reihe senkrecht stehen. Die nächste Reihe bekommt 4 (oder5?) Maschen, dann wieder umdrehen, so daß die mittlere Schräglinie entsteht. Einfach ausprobieren, es ist ganz einfach. Für den Rand sticht man 1 Reihe zu tief ein (Ansatz), dann folgt eine normale Reihe, dann macht man immer ein paar Luftmaschen (3?) und sticht erst danach in die nächste feste Masche ein, so entstehen die Mäusezähnchen. Genau weiß ich es nicht mehr. Dieser Topflappen ist bei uns seit 1995 in Gebrauch. Es lohnt sich, Qualitätsgarn zu kaufen.
BahnenrockRockbundEin Bahnenrock besteht aus Trapezen und ist ganz einfach. Man mißt den Taillenumfang und überlegt, wie weit der Rocksaum unten werden soll, zB. 2m. Je größer der Umfang, umso weiter schwingt nachher der Rock. Ich habe 6 Bahnen geplant, also teilt man beide Maße durch 6. Nun zeichnet man Trapeze: an einer Mittellinie zentriert man oben 1/6 Taillenweite und unten 1/6 Saumweite. Dieses Schnittmuster schneidet man 6x zu. Die Nahtzugabe sollte nur 5mm betragen (Fußerlbreit), damit der Rock nicht zu weit wird. Notfalls muß man vor Annähen des Bundes bei der Anprobe noch ein paar Abnäher im oberen Saum abstecken. Alle Bahnen werden aneinandergenäht und versäubert (Zickzackstich), dabei läßt man hinten Platz für den Reißverschluß. Oben kommt ein doppeltgelegter Streifen für den Bund dran, hinten Reißverschluß und Knopf. Dabei muß man darauf achten, daß ein paar cm Bund überstehen (für das Knopfloch), und zwar auf der Seite, wo der Reißverschluß verdeckt ist. Den Saum unten habe ich, wo die Bahnen aneinandergenäht sind, mit der Schere etwas rundgeschnitten, dann zweimal umgeschlagen und festgesteppt. Kleidung am Körper ist in Bewegung und nicht überall sichtbar, deshalb fallen kleine Ungenauigkeiten nicht so auf wie bei Tischdecken.
dünner PulliPulli
Mein erster Versuch, einen dehnbaren Stoff zu verarbeiten. Meine Pfaff von 1968 hat dafür einen doppelten Zickzackstich, den ich als Scheibe in die Maschine einsetzen kann. Der blaue Stoff ist von "Hamburger Liebe", den ich mit einem rot gepunkteten Stoff kombiniert habe, und hinten ist ein dunkelblauer Jersey. Der Schnitt ist von Farbenmix und heißt Leona. Er steht mir nicht besonders, aber ich wollte nicht noch länger nach dem perfekten Schnittmuster suchen, sondern endlich anfangen. Ich habe von jedem der drei Stoffe jeweils 1,5m gekauft und daraus 3 Pullis genäht, immer wieder anders zusammengestellt, und jedesmal habe ich dazugelernt.
UtensiloStoffkorb
Die Anleitung für dieses Utensilo ist von Farbenmix, und ich habe CD-Maße genommen. Das Wachstuch ist von Ikea und hätte noch ein Bügelvlies zur Verstärkung gebrauchen können, der Blümchenstoff ist von "Tante Ena". Ohne Bügelvlies ist es schnell gemacht, mit dem Vlies muß man die doppelte Zeit einplanen.
Shirt mit Piraten-ÄrmelnKleidung anhübschen
Die Tochter hat sich einen Piratenstoff ausgesucht. Es bot sich an, nur die Ärmel zu nähen und (innen auf der Naht des kleinen Ärmelansatzes) ein gekauftes Shirt zu ergänzen. Dafür habe ich irgendeinen kostenlosen Schnitt runtergeladen - leider war er recht kurz, deshalb empfehle ich ihn hier nicht mittels link weiter.
Lampenschirm mit StoffrestenLampenschirm
Aus alten Stoffstreifen aus meiner Jugend habe ich diesen Lampenschirm genäht.
HäkelnHäkeln
Da ich noch über eine solide Grundschulausbildung verfüge, kann ich zumindest geradeaus häkeln. Für diese Taschen habe ich mich hingesetzt, um die Kinder neugierig zu machen. Hat geklappt: Meine Zweite kann jetzt feste Maschen (und damit kann man schonmal alles machen), und mein 10jähriger wenigstens Luftmaschen. Im Bild seht Ihr 4 kleine Taschen, die aus 1 Faden gehäkelt sind. Einige habe ich am Rand umrundet, andere nicht.
WendetascheWendetasche mit Henkel
Diese Tasche kennt Ihr sicherlich, denn das war ein Komplet-Set von Tschibo zu Weihnachten. Ich mag sie trotzdem. Man näht erst die rosafarbene und die weiße Tasche einzeln, dann steckt man sie recht auf rechts ineinander und näht die Kanten zu, verstürzt sie durch den Henkel oder das große Loch, und näht die letzten Kanten von außen zu. Auf den Pünktchenstoff ist ein Vlies gebügelt, was die Tasche recht formstabil macht.
NotentascheNotentasche
Ein paar lustig gemusterte Stoffe ergeben schnell ein schönes Ergebnis. Auf dem unteren Bild seht Ihr die Tasche noch ohne Henkel. Die Nähte zwischen den einzelnen Stoffen sind nicht versäubert (vgl. Streifentechnik bei Patchwork), weil von der Gegenseite noch ein rosagemusterter Vorhangstoff gegengenäht wurde. Die Tasche ist groß genug für Noten im Überformat und den Notenständer.
Die Tasche kann gewendet werden, da ich an den Seiten für den Boden nur 2 Ecken (Dreiecke) abgenäht habe, aber nicht geschnitten. Notentasche im MustermixNotentasche Henkeldetail
BluseBluse
Diese luftige Sommerbluse habe ich aus einem Stoff gemacht, der anscheinend Plastik enthält, da er beim Bügeln auf Stufe 3 anfing zu schmelzen (Baumwolle läßt sich heißer bügeln, außerdem würde sie brennen statt schmelzen). Dumm gelaufen, aber dafür ist so ein Plastikstoff etwas weicher und fließender als reine Baumwolle. Augen auf beim Stoffkauf!
Das Schnittmuster stammt aus Amerika, deshalb habe ich mir die Anleitung erst einmal übersetzt. Der Schnitt funktioniert gut, man braucht aber eine ganze Weile, bis man die vielen Papiere sorgfältig ausgeschnitten und geklebt hat. Es sind nur 4 Stoffteile (Vorne, Rücken, 2 Ärmel), der Ausschnitt wird auch auf den Ärmeln zum Tunnelzug abgesteppt. Ich habe den Stoff plus Nahtzugabe nach Augenmaß ausgeschnitten, trotzdem hatte ich beim Einpassen der Ärmel oder an den Seitennähten kaum Versatz.
Im Schnitt sind 2 Ärmellängen angegeben. Ich wollte einen langen Ärmel, hatte aber nicht genug Stoff. Deshalb habe ich den Ärmelschnitt erst oben ausgeschnitten, und dann mit Parallelverschiebung das Papier so angelegt, daß ich die untere Kante ausschneiden konnte. Herausgekommen ist ein 3/4-Arm, die untere Bogenkante hat denselben Schwung wie der lange Ärmel des Schnittes. Ich empfehle, die zwei Bänder für die Ärmel gleichlang abzuschneiden, bevor man sie eingezogen hat, damit die Bündchen gleich weit werden.

Diese Bilder kennt Ihr schon von meiner Für-Kinder-Seite: Puppen

Waschlappenmaus Kuscheltier Maus
Aus einem alten Waschlappen entstand diese Maus. Sie ist mit Zauberwatte gefüllt und befriedigte die Nachfrage nach "Mäusen" während der langjährigen Mause-Phase meiner Tochter. Mein Jügster kaut sehr gerne darauf rum.
WaldorfpuppeWaldorfpuppe
In der 7. Klasse lernte ich, wie Waldorfpuppen hergestellt werden. Damals entstand die rosa Puppe. Daneben ist meine zweite Puppe, die ich 7 Jahre später aus der Erinnerung nach gleichem Vorbild nähte und verschenkte.
Waldorfpuppe Waldorfpuppe
Diese Puppe nähte ich, als unsere "Mini it's me" von Käthe Kruse verschwunden war, und meine Tochter dringend Ersatz brauchte. Für die Haare habe ich Haarwolle gekauft und jedes Haar einzeln rund über den Kopf verteilt angenäht. So kann sie die Haare offen oder im Zopf tragen - wenn Ihr solche Puppen kauft, guckt Euch an, wie die Haare befestigt sind: Wenn sie nur eine Mittelnaht haben, sieht die Puppe ohne Zopf später sehr unappetitlich aus. Viele nähen deshalb die Frisur so fest, daß man den Zopf gar nicht lösen kann und alle Haare fest am Kopf bis zum Nacken angenäht sind.

Stoff bemalen:

Seidenmalerei KürbisseSeidenmalerei
Seidenmalerei ist schön, weil die Farben so leuchten. Auf diese Bluse malte ich 2 Kürbisse.
Leinenbeutel mit Stoffarbe bemaltStoffarben
Von Pentel hatten wir Stoffarben in Form von Wachsstiften. Sie waren aber nicht besonders kräftig. Für das Ergebnis auf dem Leinenbeutel hier mußte ich sehr lange und intensiv malen. Kinder haben da keine Chance. Die zarten Striche der Kinder auf ihren Werkstücken waren fast nicht zu sehen. Außerdem kann man auf rutschigem Stoff schlecht malen. Man bekommt schnell Falten, egal, wie fest man den Stoff auf dem Untergrund spannt. Viel besser ist das Textil-Gestaltungspapier von Jako-O in Kombination mit Stockmar-Wachsstiften! Damit haben wir beim Kindergeburtstag Leinenbeutel verschönert, und auch jetzt nach Jahren (und diversen Wäschen) sehen die Bilder aus wie am 1. Tag.